Ein Leben in der Wolke

Schon seit dem ich mein erstes Telefon sowie meinen ersten PDA (Palm Zire 71) hatte, habe ich mich mit dem Problem beschäftigt alles immer Synchron zu halten sowie einfach Dinge auf das Gerät zu bekommen. Als dann aber noch zum feststehenden Rechner ein Laptop hinzu kam wurde es noch interessanter. Ständig stand ich vor Problemen wie: Auf welchem Gerät war jetzt der Kontakt? Hat der Kalender jetzt gesynced? Sind die Kontake überall gleich? Auf welchem Rechner liegt gleich das Dokument? Oder auch “Wo muss ich das jetzt hin kopieren?”

Bis vor einiger Zeit waren Lösungen rar und teuer um das ganze in den Griff zu bekommen. Ein Großer Player in dieser Hinsicht ist sicher Google. Ja ich nutze Google und das gern. Mittlerweile schreibe ich viel mit Google Docs, bah meinen Kalender dort synchron und synce meine Lesezeichen einmal direkt zwischen den Chrome Browsern sowie über Xmarks zu allen anderen.

Irgendwie scheint es mir der beste Weg zu sein mehr in die Wolke aus zu lagern. Immerhin finde ich es immer wieder faszinierend, wenn ich Kontakte auf meinem Smartphone hinzufüge und zuhause dann eine E-Mail tippe und nur die Anfangsbuchstaben der gerade hinzugefügten Person eingebe um diese zu finden.  Ebenso nutze ich seit längerem Dropbox um wenigstens einen Ordner synchron zu halten. Es ist einfach verdammt angenehm wenn man nicht mehr darüber nachdenken muss wenn man Dinge sucht auf welcher Kiste sie nun sind.

Also bitte liebe Softwarehersteller: mehr davon. Von mir aus auch bezahlt. Es fehlen imemr noch einige Sachen. So will ich z.B. meine Podcasts auf iMac, Netbook und Smartphone so synchron haben, dass immer alle Geräte sich die aktuellen Podcasts holen und die gleichen Abo’s haben, sowie dass alle Geräte wissen wie weit ich schon gehört habe. Das ist eine Information die man in Bytegröße angeben kann, ja! Das kann doch nicht so schwer sein. Das gleiche gilt für meine Musikbibliothek sowie Photos. Ich will gar nicht wissen wo die genau liegen. Ich will doch einfach nur ein Gerät auf / anmachen und dort auf irgendwas was nach Musik oder Photos aussieht anwählen und dort alles haben. Auch wenn der Großteil davon gar nicht auf dem jeweiligen Gerät dazu liegen soll.

Die Momentanen Lösungen dafür sind doch einfach keine guten. Apple synct alles über Monster Ding iTunes was mittlerweile fast ein Betriebssystem im Betriebssystem darstellt und immer eine USB Verbindung vorraussetzt. Andere Hersteller tun so als wäre sein Mobilgerät ein USB-Stick und man muss nach einer vom Hersteller definierten Logik alles dort einsortieren. Das geht doch nicht? Wer macht den so was? Hersteller, habt ihr eig, mal ne Oma daran gesetzt und gesagt: mach mal Musik drauf? Wenn nein: macht das bitte!

Abgesehen von den ganzen sync Geschichten, gibt es auch manchmal Dinge die man nur drauf werfen will, PDF’s z.B.. Warum sollte sich denn nicht auf dem Desktop (Mac/Gnome) oder im Arbeitsplatz (Windows) das Gerät mit schickem Symbol zeigen auf das man beliebigen Inhalt fallen lässt. Dann kann das Gerät einfach sich alles dort hin sortieren wie es das alles braucht. Um Dinge wieder runter zu bekommen kann man dort ein virtuelles Dateisystem rauf kleben, das einem dann “Ordner” wie: “Musik”, “Bilder”, “Dokumente” und “Videos” anzeigt. Dann kann man den installierbaren Programmen ja auch noch die Freiheit lassen selbst dort “Ordner” zu platzieren und alles wird gut. Ich möchte einfach nei wieder sehen, dass ich entweder ein solches Gerät anstöpsel, um Bilder runter zu holen, und ich mich durch Ordner wie “DCIM” und “100NAMEDESGERÄTS” wühlen muss um an alles ran zu kommen. Und bei Android sieht man dann dort auch noch so schöne Dinge wie “com.google.android.apps.listen”. Jetzt geht doch mal auf die Straße mit nem Laptop, steckt euer Gerät an und fragt die Leute was in diesem Ordner wohl sein mag. Die Antwort wird sein “Keine Ahnung”. Und das ist ja auch gut. dieser Ordner sollte einfach im Normalfall gar nicht zu sehen sein! Ist denn das so schwer?

Es besteht also für viele Firmen wie, oder vor allem, Apple und Google, noch Nachholebedarf. Ich würde mich aber freuen einiges davon bald sehen zu können.

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