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wir sind uns einig.

Nach nun einigen Strecken unter anderem nach Gaithain, immer in Begleitung von Imbusschlüsseln, habe ich heute die Einstellung des Rades abschließen können. Und ich muss sagen, ich bin froh mich für eine Woche Test entschieden zu haben und werde es behalten.

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Die Runden über Röhrsdorf und Euba gingen leicht von der Hand, auch wenn ich immerwieder entsetzt bin, was man hier in der Gegend noch als Straße bezeichnen darf. Gerade mit dem Rennrad sind Schlaglochpisten kein Spaß und wenn sie aus dem Nichts hinter einer Kurve auftauchen auch verdammt gefährlich.

Trotzdem waren die Strecken heute richtig ermutigend, nachdem ich den Weg nach Leipzig eben wegen noch nicht richtiger Einstellung in Gaithain des Rades abgebrochen hatte.

der erste potentielle begleiter

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Heute habe ich mir ein Rad zur Probe geholt. Es soll verkauft werden, und ich wollte für die Strecke nach Hamburg lieber ein Rennrad und kein Mountainbike. Aber da mir selten die gute alte "Runde um den Block" reicht um abzuschätzen ob ich und das Rad uns verstehen, konnte ich eine Probewoche vereinbaren.

Es wird sich zeigen ob dieses Rad mein Begleiter auf der Reise nach Hamburg wird oder doch nicht. Wir werden sehen.

routenplanung nach hamburg

Nachdem ich Teilstrecken von 88km in einem Zug geschafft hatte, hab ich überlegt wie weit ich es pro Tag schaffe. Vormittags und Nachmittags jeweils 80km sollten drin sein, besonders wenn es keine große Steigung gibt.

Da die See immer etwas schönes ist, und ich gern mal ein paar Teile des Landes sehen möchte, die ich noch nicht gesehen habe fiel die Wahl auf eine Fahrt nach Hamburg.

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Ich habe mir die Strecke auf mindestens drei Tage aufgeteilt, noch suche ich nach weiteren Couchsurfing Orten aber das ein oder Andere hat sich schon gefunden.

Tag1: Chemnitz -> Leipzig (85km)

Die Idee ist Mittags zu starten um am ersten Tag nicht gleich zu übertreiben. Bei der letzten Fahrt waren es ca. 4Std bis nach Leipzig und ich kam recht entspannt an, daher wird dies das erste Teilstück sein.

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Tag2: Leipzig -> Magdeburg (126km)

Nun zum ersten Tag an dem ich Vor- und Nachmittags fahren möchte. Ich bin mir noch nicht sicher wo ich die Mittagspause verbringe, vielleicht einfach im Freien auf dem Feld, mehr freuen würde ich mich natürlich wenn sich jemand zwischen Leipzig und Magdeburg meldet um mit mir Essen zu gehen ;). Das wird sich zeigen. Für den zweiten Tag der Fahrt scheinen mir aber 63km pro Tageshälfte ganz angemessen. Da es sehr flach ist, ist das vermutlich in 2x3Std locker zu schaffen und noch entspannt.

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Tag3(oder auch 3-4): Magdeburg -> Braunschweig -> Hannover (156km)

Ok, ehrlich gesagt ist das die erste Strecke vor der ich richtig Respekt habe. Fast 160km an einem Tag, das kann anstrengend werden. Darum habe ich mir auch für den Notfall bereits eine Unterkunft auf 2/3 der Strecke in Braunschweig gesichert. Aus der Not eine Tugend machend, habe ich Dr. Schaf gefragt. Wir alle fanden es schade, dass er aus Chemnitz weg zieht, aber nun kommt mit sein neuer Wohnort gelegen.

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Tag4 (oder 5, oder 4-5 oder 5-6) Hannover -> Hamburg (155km)

Endspurt! Wieder bin ich mir nicht sicher ob ich die ganze Strecke an einem Tag schaffe. Schön wäre es schon, aber ich kenne die Gegend nicht und je nördlicher man kommt, um so häufiger gibt es Gegenwind. Und nichts ist nerviger beim Fahren als Gegenwind.

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warum das ganze

Fahrrad gefahren bin ich schon immer gern. Lange Zeit hatte ich immer gebrauchte Billigräder, meißt mit Macken wie die Schaltung schaltet nicht immer, etwas schleift oder die Bremsen gehen nicht wann man selbst, sondern wann sie wollen.

Immer wieder hatte ich den Wunsch auch mal längere Strecken zu fahren. Um Landschaft zu sehen aber auch um meinen eigenen Anspruch "etwas geschafft zu haben" zu befriedigen.

Nachdem ich ein recht gutes Diamant Rad bekommen hatte und auch damit die Strecke von Chemnitz nach Talheim gefahren bin, fuhr ich immer regelmäßiger. Trotzdem mit dem Missmut, dass das Rad, so schön es auch ist, mich einschränkt. Es schaltete zu langsam und es war immernoch anstrengender als es sein sollte.

Dann kam der "Unfall". Ich war Schuld, nicht aufgepasst und einem Auto das unerwartet stehen blieb hinten drauf gefahren. Dem Auto ging es gut, nur mein Rad war vollends verzogen.

Auf der Suche nach einem "neuen" Rad beim An- und Verkauf stand ich vor einem Mountainbike. Neuwertig, nur einmal gefahren und 300 statt 600EUR ... Ein Mountainbike? Mit riesigen Rädern? Nein. Das ist nix. Ich war überzeugt das ist nicht was ich will.

Der Händler überredete mich zu einer Probefahrt. Ich fuhr also den Kassberg hoch und habe mich verliebt. Entgegen meiner Vorurteile fuhr es extrem gut und leichtgängig.

Und da steht es nun:

dasrad

Mittlerweile über 2000km auf dem Tacho hat es mich schon bis nach Leipzig getragen. Das war mein erstes Ziel. Chemnitz <> Leipzig. Und es war nach etwas Training gar nicht so schlimm.

Nun kommen neue Ziele, Städte und Landschaften. Es gibt für mich nichts schöneres als ungebunden einfach mal anhalten zu können und zu gucken wann und wo ich will...